Karriere

Willi Valotti darf als der bekannteste Akkordeonist der Schweizer Volksmusikszene bezeichnet werden. Seit mehr als 40 Jahren bereichert er mit seiner virtuosen und gefühlvollen Spielkunst sowie mit anspruchsvollen Kompositionen die Schweizer Volksmusik. So prägte er bei der Kapelle Heirassa den heutigen Innerschweizer Ländlermusikstil entscheidend mit. Stets auf der Suche nach Neuem hat er in allen seinen Tätigkeitsbereichen seine Spuren hinterlassen. Eigene Interpretationen und Einflüsse aus anderen Stilrichtungen prägen das Schaffen des Komponisten und Musikers. Als äusserst vielseitiger Akkordeonist bereichert er seine Formationen mit feinfühliger Musikalität.
Valottis musikalische Begeisterung kennt keine Grenzen. Er unternimmt gerne Ausflüge Richtung Jazz, Country, leichte Klassik und in die Kleinkunstszene. So konnte man den versierten Akkordeonisten in Projekten mit den Hot Strings, dem Stefan Holstein-Quartett, den Galgevögel, dem Stadttheater St. Gallen, der Flamenco-Tänzerin Bettina Castagno oder den Lucerne Chambre Solists antreffen.
Zahlreiche Ausland-Auftritte auf fünf Kontinenten und in über 20 Ländern gehören ebenso zu Valottis Wirkungskreis wie Radio-, Fernseh- oder Tonträger-Einspielungen; so existieren bis heute nebst verschiedenen Eigenproduktionen über 1’000 Einspielungen auf Tonträger. Zu Valottis grossen Werken gehören zwei volkstümliche Suiten “Volkstümliche Impressionen” und das “Säntis-Konzert”, eine Auftragskomposition in drei Sätzen für Streichorchester und Akkordeon.
Im Jahr 2000 wurde Willi Valotti von der Show-Szene Schweiz als Star der Sparte Volksmusik mit dem Prix Walo 1999 geehrt.
Die Auszeichnung “Goldener Violinschlüssel 2003″ erhielt Willi Valotti für sein vielseitiges kulturelles Schaffen im Bereich Schweizer Volksmusik wie auch auf dem Gebiet des Jodellieds. Er machte sich einen Namen als herausragender Musiker, Musiklehrer, Dirigent und Komponist.
2010 erhielt Willi Valotti den Preis der SUISA-Stiftung. Mit dem Preis ehrt die Stiftung für Musik den grossartigen Einsatz, den der Vollblutmusiker während seiner eindrücklichen Laufbahn für die Schweizer Volksmusik geleistet hat.

Die ersten öffentlichen Auftritte im Alter von ca. sieben Jahren bestritt Willi Valotti mit seinen Brüdern Ruedi (Akkordeon) und Ernst (Kontrabass). Bald erweiterte sich der Kreis seiner Mitspieler um Franz und Theo Nauer aus Attinghausen und Willi Zahner aus Kaltbrunn.
Auch dem Handharmonika-Klub Wattwil war Willi in frühen Jahren eine wertvolle Stütze – dem Schweizer Akkordeonlehrer-Orchester unter der Leitung von Heinz Waldvogel gehörte er ebenfalls einige Jahre an.

Ausbildung

  • Akkordeonunterricht bei Jakob Waespe, Wattwil
  • Klavierunterricht bei Kurt Kaspar, Ebnat-Kappel und Josef Gmür, Rüti ZH
  • Ausbildung zum Akkordeonlehrer am Konservatorium Winterthur
  • Harmonielehre bei Max Lang
  • Kontrabass-Unterricht am Konservatorium Zürich
  • Studium für Arrangement und Komposition am Konservatorium Schaffhausen
  • Autodidaktisch erlernt: Cello-Begleitgriffe für Appenzellermusik, Schwyzerörgeli – ca. 5 Dolfi Rogenmoser- und drei Josias Jenny-Tänze

Musikalische Laufbahn

Kapelle Echo vom Hemberg (1963-1975)
echovomhemberg
Ernst Müller, Hermann Bösch, Willi Valotti

Akkordeon-Duo Franz Schmidig-Willi Valotti (1964-1982)

Willi Valotti, Franz Schmidig sen. (in der Sonne Ibach)
Kapelle Alderbuebe (1965-heute)

Noldi Alder, Köbi Schiess, Walter Alder,
Willi Valotti, Werner Alder
Kapelle Heirassa (1969-1980)
heirassa
Alois Schilliger, Willi Valotti, Kaspar Muther
Trio Willi Valotti (1977-heute)
Trio-Willi-Valotti_200150
Ueli Mooser, Claudio Gmür, Willi Valotti
Kapelle Syfrig-Valotti (ca.1981-heute)

Bruno Syfrig, Claudio Gmür, Ueli Mooser, Willi Valotti
Akkordeonduo Walter Grob – Willi Valotti (ca.1981-1998)

Willi Valotti, Walter Grob, Föns Lustenberger
„item“ Quartett (1999-heute)
itemquartett_200150
Willis Wyberkapelle (2002-heute)
Wyber_200150
Kapelle Heirassa Revival (2004-heute)
Dirigent des JK Wattwil (1972-2005)
Dirigent des Jodelklubs Männertreu, Nesslau (1973-2012)

Zusammenspiel oder Gastmusiker mit vielen bekannten Volksmusik-Grössen wie:

  • Elidé Caffi
  • Markus Flückiger
  • Ueli Martinelli
  • Kari Nauer
  • Martin Nauer
  • Heidi Wild
  • Carlo Brunner
  • Fritz Dünner
  • Jost Ribary II
  • Hans Frei
  • Guido Minikus
  • Engadiner Ländlerfründe

oder Mitarbeit in diversen Projekten

  • Stefan Holstein Quartett (Jazz-Ensemble)
  • Hot Strings (Jazzformation)
  • Roman Schwaller (Jazzmusiker)
  • Trio Eugster
  • Galgevögel (Mundart-Band mit Hansjörg Enz)
  • Susan Orus (Sängerin)
  • Chamber Soloists Lucerne (Klassische Musik)
  • Musizierkreis Obersee
  • Wolfgang Sieber (Organist der Hofkirche Luzern)
  • Swiss Army Concert Band
  • Toggenburger Orchester
  • Bettina Castaño (Flamenco-Tänzerin)
  • St. Galler Stadttheater (Mitarbeit in Musical)
  • Swiss Performance mit Beat Antenen (Touristische Vertretung der Schweiz im nahen Ausland)
  • Simon Enzler (Kabarettist)

Tätigkeitsgebiete

  • Musiker in verschiedenen Formationen
  • Privatunterricht für Akkordeon, Schwyzerörgeli, Kontrabass und Klavierbegleitung
  • Musiklehrer für Akkordeon und Schwyzerörgeli an der Musikschule Benken seit 1980 (an der Musikschule Toggenburg lediglich als Aushilfslehrer willkommen)
  • Dozent für Volksmusik an der Hochschule Luzern seit 2008
  • Komponist, Arrangeur (ca. 200 Eigenkompositionen)
  • Kursleiter
  • OK-Mitglied für Programmgestaltung am Heirassa Festival und am Schweizer Volksmusikfestival Rapperswil
  • Dirigent Jodlerklub Männertreu, Nesslau
  • Stimmen und Reparieren von Akkordeon und Schwyzerörgeli